Fakten

Die Fuge

Gott schuf das Holz, mal hart, mal weich
doch eins, sprach er, ist immer gleich
es wird nie rasten und nie ruhn,
wird arbeiten, wird stets etwas tun.
Und so gab er dem Holz die Zellen,
jetzt konnt es schwinden und auch quellen,
doch als es schwand, wurd’s plötzlich klar,
da war ein Stück wo nichts mehr war.
Und da sprach unser Herr, der Kluge,
mein liebes Holz, das ist die Fuge.
Trag sie mit Achtung und mit Stolz,
an ihr erkennt man dich als Holz,
auch Fugen sind ein Stück Natur
begreif das Mensch, so einfach nur.

Andreas Marty

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff, d.h. Holz kann Wasser aufnehmen und Holz kann Wasser abgeben. Deshalb passt sich Holz mit seiner Feuchtigkeit der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur der Umgebung an, in der es verarbeitet ist. Dadurch ändert es ständig sein Volumen. Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, steigt auch die Holzfeuchtigkeit: das Holz quillt. Wenn die Luftfeuchtigkeit abnimmt, nimmt auch die Holzfeuchtigkeit ab: das Holz schwindet. Dies geschieht meist im Winter, wenn viel geheizt wird. Sinkt die Luftfeuchtigkeit unter 30%, entstehen Fugen. Sie schließen sich meist wieder im Frühjahr und Sommer, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Allerdings kann sich Schmutz in den Fugen sammeln, die das Schließen verhindern. Um eine konstante Luftfeuchtigkeit zu erreichen, ist es sinnvoll, Raumluftbefeuchter aufzustellen. Sie sorgen nicht nur für ein fugenfreies Parkett, sondern auch für gesündere Atemwege.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne!

Unsere Maschinen sind alle mit einer Absaugvorrichtung ausgestattet. Leider kann eine 100%ige  Staubfreiheit nicht garantiert werden. Wir sind bemüht, Ihre Baustelle ordentlich und sauber zu verlassen.

Wie bereits unter Kapitel  „Fugenbildung“ beschrieben, kann Holz sich der umgebenden Luftfeuchtigkeit anpassen und dadurch schwinden und quellen. Wenn das Parkett passgenau, ohne Abstand zu Wänden oder anderen Bodenbelägen, verlegt wird und das Holz quillt, kann es sich nicht ausdehnen. Das kann dazu führen, dass es sich vom Unterboden löst und seinen Weg nach oben sucht.

Parkettverlegung auf eine Fußbodenheizung ist grundsätzlich möglich, doch sollten einige Dinge beachtet werden:

  • Die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung sollte so gering wie möglich gehalten werden und nur sehr wenig schwanken. Die Oberflächentemperatur des Holzes sollte 24°C nicht überschreiten.
  • Auf Heizestrichen sollten nur Hölzer mit geringen Schwundmaßen und mit langer Feuchtewechselzeit eingesetzt werden. Besonders kritisch sind helle Hölzer, weil dort die Fugen besonders ins Auge stechen. Ungeeignet sind Ahorn, Buche und Kirschbaum.
  • Die Fußbodenhölzer sollten möglichst dünn sein. Geeignet sind besonders Mosaik- und Zwei-Schicht-Parkett.
  • Der Parkett sollte vollflächig verklebt werden. Holzfußböden sollten möglichst nicht und wenn doch, dann mit möglichst kleinen und nicht zu dicken Teppichen abgedeckt werden. Das Gleiche gilt für unten geschlossene Kastenmöbel.

Holzfußböden, die durch eine Oberflächenbehandlung nicht geschützt sind, unterliegen starken mechanischen Einflüssen, wie sie vor allem durch Begehen hervorgerufen werden. Gleichzeitig ist die Einwirkung durch alle möglichen Chemikalien, wie sie z.B. in Getränken oder Speiseresten enthalten sein können, außerordentlich hoch. Ein nicht behandelter Holzfußboden sieht innerhalb kürzester Zeit unansehlich aus. Mit einer Oberflächenbehandlung, z.B. durch Ölen/Wachsen oder Versiegeln, ist ein Schutz vor physikalischen und chemischen Einwirkungen gegeben.

Hierbei wird die Öl-/Wachskombination mit einer Spachtel aufgetragen und die Reste mit einer Poliermaschine und einem Pad abgetragen. Die weiche, offenporige Oberfläche beeinflusst das Raumklima positiv durch die hervorragende Diffusionsfähigkeit der geölt/gewachsten Oberfläche und sorgt außerdem für ein angenehmes Wohlbefinden des Körpers. Zusätzlich ist ein optimales Maß an Atmungsaktivität des Holzfußbodens gegeben. Zudem wird beim Ölen die Struktur und Farbe des Holzes hervorgehoben. Ein weiterer Vorteil bei einer geölten Oberfläche liegt klar bei der Reparaturfreundlichkeit im Vergleich zu einer versiegelten Oberfläche. Die Nachteile sind ein erhöhter Pflegeaufwand und damit verbundene Kosten.

Heute ist es möglich, Ihrem Boden durch eingefärbte Öle eine andere Optik zu verleihen. Nach dem Schleifen wird das Holz gewässert, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erzielen. Nach der Trocknung kann dann das Öl aufgetragen werden. Von Weiß über Grau bis Schwarz ist fast alles möglich.

Beim Versiegeln wird durch 3- maliges Auftragen eines Lackes mit einer Walze eine schützende Schicht aufgetragen. Sie soll das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindern. Wobei auch hier Nässe zeitnah aufgenommen werden muss, da dieser nicht auf Dauer die Feuchtigkeit abhalten kann. Eine Parkettversiegelung ist nicht in der Lage, die Druckfestigkeit des Parketts zu verbessern und eventuelle mechanische Beschädigungen, z.B.  durch Absätze von Schuhen, zu verhindern. Der Vorteil liegt hier klar beim geringeren Pflegeaufwand. Allerdings leidet die Optik des Holzes durch die Filmbildung, und das Ausbessern von Kratzern gestaltet sich bei versiegelten Oberflächen schwierig.

Bei der festverklebten Verlegung wird das Parkett mit einem geeigneten Parkettklebstoff auf den Unterboden geklebt. Bei vielen Parkettarten ist dies auch zwingend notwendig, da sie ohne Nut und Feder verlegt und danach noch geschliffen werden müssen. Durch die festverklebte Verlegung wird der Trittschall minimiert, und es entstehen beim Schleifen keine Vibrationen, die eine unschöne Oberfläche erzeugen können.

Die schwimmende Verlegung eignet sich besonders bei Unterböden, die für eine Verklebung nicht geeignet sind oder, wenn davon ausgegangen wird, dass der Boden nicht von langer Dauer ist . Hierbei wird der Parkett oder Laminat auf eine Trittschalldämmung ohne Verbindung zum Unterboden verlegt. Dies ermöglicht einen schnellen Wiederausbau.

Die genagelte/verschraubte Verlegung ist eine ökologische Alternative zu geklebten Holzfußböden. Allerdings sind nicht alle Parkettarten dafür geeignet, und eine Holzunterkonstruktion ist Voraussetzung. Hierbei treten auch häufig Knarrgeräusche auf, die nicht vermieden werden können.


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